Packliste Sommer
Eine Packliste für den Winter habe ich ja schon mal in meinem Blog Veröffentlicht. Nun noch die Packliste für eine Sommer-Bergtour:
Die Wichtigsten Links neben der Packliste! Solltet ihr unbedingt Lesen
– Packliste Winter
– Bergsport
– Campieren und biwakieren in den Schweizer
– Risikomanagement
– Risiko? Aber sicher!
– Outdoor Fotokamera
Bekleidung
• Gute Bergschuhe die schon eingelaufen wurde. Feste, grob profilierte und griffige Sohle
• Atmungsaktie Wäsche. keine Baumwolle Kleidung!
• Leichte Gore-Tex Jacke (Regenjacke) Winddicht oder mindestens Windabweisend
• Lange Berghose SoftShell oder Stretch
• SoftShell oder Fleecejacke für kalte Tage
• Dünne Fingerhandschuhe. Eventuell warme Handschuhe je nach Temperatur
• Mütze, Sonnenhut ev. Stirnband oder Buff
• Funktionelle Socken (1 Ersatzpaar) Ohne Nähte
Diverses
• Rucksack mit Hüftgurt (30-45l)
• Sonnenbrille / Gletscherbrille Schutz gegen (UV-A, -B und -C “UV 400″) Kategorie 4
• Sonnen- und Lippencrème
• Taschenmesser / Leatherman
• LED Stirnlampe mit neuer Batterie
• Heftpflaster und Compeed
• Halbtax, GA ID, SAC/DAV-,Rega-Ausweis, wenn vorhanden
• Notfall Apotheke
• 25`000 Landkarte, Koordinatenmesser, GPS mit Track
• Mobiltelefon, Strom/Akku Ersatz
• Biwaksack mit Ev. 3-Saison Schlafsack
Technische Ausrüstung – je nach Tour
• Gas oder Benzin Kocher mit Piezozündung und Topf mit hohem Wirkungsgrad
• Alpin Pickel
• Ski-, Touren- Teleskopstöcke (kleiner Teller)
• Klettergurt mit 1 HMS Karabinern und Standschlinge
• 2x Bandschlinge 120cm (Zum Selbstsicherungen setzten)
• 60m oder 30m Halb-Sicherungsseil
• 2x Prusik (für Gletscher und zum Abseilen)
• Ev. Fotoapparat, Feldstecher
Verpflegung
• Tourentee in Termoskanne für kältere Tage. Trinkflasche mit viel Flüssigkeit. Kohlensäuriges Süsswasser ist nicht geeignet. Besser Isotonisch
• Nehmt die Zwischenverpflegung für die entsprechende Anzahl Tage mit. Trage nicht zu viel und vor allem Essen mit, welches du bei Anstrengung besonders magst. Gut geeignet sind Dörrobst, Schokolade nur wenn es nicht allzu Warm ist. Käse, Vollkornbrot, Energieriegel und Traubenzucker
• Halbpension: Bei den meisten Hütten ist Halbpension (Abendessen/Frühstück) inklusive.
Übernachtung in Hütte/n
• Ohrenpfropfen
• Toilettenartikel im Kleinformat, ev. Erfrischungstüchlein
• Innenschlafsack aus Seide oder Baumwolle (aus Hygienegründen)
• Die Hütten verfügen in der Regel über fliessend kaltes Wasser zur Körperpflege
• Es stehen Hüttenfinken zur Verfügung
• Geld für die Barzahlung der Übernachtung (etwa 45.- pro Nacht) SBB und Lifte
Packtipps
Light bringt weit! Dein Rucksack sollte nicht mehr als 7-9 Kg wiegen. Dies vor allem auf Touren von Hütte zu Hütte.
Nicht alles was nicht auf der Liste steht, muss auch nicht mit. Sämtliche Reservekleidung am besten wasserdicht verpacken. Und anstelle einer Regenhülle für den Rucksack leistet ein einfacher Müllsack im Rucksack gute Dienste. Abfall immer und alles wieder mitnehmen!
Sehr wichtig:
• Gute Kleidung mit Windstopp
• Gute bequeme Bergschuhe
• Genug zu Trinken
• Mobiltelefon, GPS und/oder 25`000 Landkarte
• Geld, Ausweis, kleine Notfall Apotheke
Radical Splitboard
Tourengehen fuer Snowboarder: Splitboards auf dem Vormarsch
Auch wenn die geteilten Boards immer noch ein Nischen Produkt ist. Die Nachfrage sind für die Splitboards ist riesig. Kein Wunder, viele suchen die Einsamkeit in den Bergen beim Touren. Wollen aber nicht verzichten die Abfahrt mit dem Board zu geniessen. Der Aufstieg mit Schneeschuhen ist mühsam. Das naheliegende also ein geteiltes Board für den Aufstieg. Die Splitboards gibt es schon seit den 80ern. Jetzt sind sie wieder da. Dabei werden sie technisch ausgereifter und vor allem leichter.
Die Funktionsweise der Splitboards ist einfach: Im Grunde handelt es sich um in der Mitte längs durchgeschnittene Snowboards. Für den Aufstieg werden sie auseinandergenommen und bieten zwei Tourenski mit entsprechenden Bindungen und Aufstiegsfelle. Auf dem Berg angekommen, werden sie mit wenigen Handgriffen zusammengesteckt und wie ein Snowboard genutzt.
Bei meinen Touren ging ich immer mit Schneeschuhen. Was auch seinen Reiz hat, aber um einiges Anstrengender ist, da das Board auf dem Rücken mitgetragen werden muss. Mit Radical bin ich schon seit Winter 2012 an einem Splitboard am Entwickeln. Habe mir viele Systeme angeschaut. Aber leider nie mein Wunsch Board/System gefunden. Die meisten Boards sind immer noch zu Schwer oder/und viel zu Steif. Das neue Jones Carbon Board ist zwar leicht, aber extrem Hart und gemäss Insider auch nicht Stabil genug. Für mich zum Testen habe ich das neue Nitro Thunder 162cm. Gutes leichtes Board mit Camber. Was aber noch wichtiger ist, ist das Bildungssystem für das Splitboard. Hochgelobt an der ISPO war das Splitstick. Nach genauer Betrachtung kamen aber mehrere Fehler zu Tage. Die Bindungsdisk lässt sich nur 30° drehen und steht dann etwa 1.5cm über dem Board hinaus. Falls da eine Beschädigung stattfindet, ist es nicht mehr möglich der Splint zu befestigen was die Bindung am Board hält. Was gegen das vereisen hilft, ist ein Silikon Spray für die Bindung und Split-Teile.
Das System von Karakoram, was auch von Jones verwendet wird, habe ich auf meinem Nitro Splitboard. Einfaches und schnelles System. Aber viel zu Teuer, schwerer als Spark und nicht gerade das Stabilste. Die Teile sind auch fast nicht zu bekommen. Das Voilé System ist das bekannteste und wohl älteste System. Aber eben auch das älteste ohne grosse Erneuerungen. Dazu kommt das Voilé von jedem eine Lizenz einfordert, wo das Lochsystem benützen möchte. Das ist auch der Grund warum alle anderen Hersteller die Inserts um 3mm verschoben haben und nur eine Feile das Problem lösen kann. Das System für was ich mich nun für Radical entschieden habe ist das Spark – Tesla System für das Jahr 2014. Stabil und Leicht. Dazu mit zwei Steighilfe-höhen und ohne Split. Die Split Hooks und die Tip-Tailclips von Voilé, da die sich bewährt haben, drehbar sind und somit beim Laufen nicht im Weg kommen oder beschädigt werden. Für den Aufstieg verwenden wir die Felle von Gecko die ohne Kleber auskommen. Es ist ein sogenanntes Adhäsionsfell. DAS Skitourenfell Gecko von MP Sports ist eine Weltneuheit auf dem Skitourensektor. Es saugt sich ohne Kleber auf dem Board fest. Vorteile des Gecko Adhäsionsfells: Es ist KEIN Klebefell. Es saugt sich durch Molekularkraft (Adhäsion) am trockenen und nassen Board fest. Mehrmaliges Auf- und Abfellen ist somit kein Problem! Absolut bedienerfreundlich, da man die Felle ohne Schutzfolie zusammenlegen kann, ohne dass sie verkleben.Verschmutzungen auf der Beschichtung kann man einfach mit klarem, warmem Wasser abwaschen. Es ist hitze- und kältebeständig von + 250° bis – 70° und haftet auch unter Extrembedingungen. Die Gecko Beschichtung hat eine sehr lange Lebensdauer.
Die Breite vom Board, respektive von den Skis ist nicht mehr das wichtigste. Mittlerweile sind die Tourenskis auch breiter geworden, so dass das Radical Splitboard auch in diesen Spurgrössen im Aufstieg ihren Platz finden. Aber richtig Spass macht natürlich das selber Spuren ![]()
Wegen der Länge; Ja, je mehr Auflagefläche, desto besser der Auftrieb. Aber für den Aufstieg absolut hinderlich nicht nur bei bei der Spitzkehre. Dank unserem Lion Shape wo in der Nose einen Rocker aufweist, ist der Auftrieb genug gut. Über 162cm würde ich nicht gehen. Ich selber habe neben dem Surf 222cm das kleine Lion mit 152cm. Das genügt und hat einen Auftrieb wie ein 166cm Freerideboard. Habe ich Nachteil mit dem Splitboard? Ich finde nicht, es vereinigt das beste aus beiden Welten.
Das neue Radical Lion Splitboard kommt am September 2013 in den Handel mit der Länge: 162cm
Es hat den gleichen Shape wie das Lion 162cm. Nur das es 4 statt 2 Stahlkanten hat. Preis mit den Hooks und Tip-Tailclips: 2150.- Optional mit denn neuen Spark Tesla System und die Geckofelle.
Das Board ist natürlich leicht und mit dem Flex vom Lion 162cm. Also nicht so Steif wie die meisten Splitboard der anderen Hersteller. Denke wir haben eins der besten Splitboards auf dem Markt. Natürlich nicht das günstigste, aber so wie von Radical erwartet, einfach der Hammer und ohne Kompromisse auch auf der Piste.
- Erster Test auf den Roggenstock
- Podcast zum Thema: Radical Splitboard


Risiko? – Aber sicher!
Schon einmal habe ich meine Meinung zum Thema Risikomanagement veröffentlicht.
Daran hat sich nicht viel verändert. Da der Bergsportler sich bewusst in zivilisatorisch schlecht erschlossene Gebiete mit erhöhtem Risiko – Gefahren durch zum Beispiel Lawinen, Wetter, Muren, Felssturz, Eissturz – begibt, ist ein spezieller Umgang mit diesen Risiken notwendig. Hierbei spricht man auch von Risikomanagement.
Ja, ich gehe gerne Risiko ein. Risiko, was ich aber aus meiner Sicht vertreten kann.
Was aber ist ein hohes Risiko?
Klar ist das Erfahrungen und Wissen helfen Risiken besser abzuschätzen.
Wie stabil ist die Seraczone wirklich und – kommt die Kaltfront vielleicht früher als im Wetterbericht angekündigt? Manches Mal ist dann Rückzug in die Hütte angesagt – diskutieren – analysieren – warten, vielleicht geht es morgen – oder der Traum einer Ersteigung des Wunschberges bleibt für dieses Mal ein Traum und muss der harten Realität weichen.
Doch der Umgang mit diesem Thema ist äusserst unterschiedlich und unterliegt auch einem gewissen zeitlichen Wandel. War früher das Eingehen eines Risikos noch etwas “heroisches”, so werden heute nicht nur risikofreudige Bergsportler sehr schnell als “verantwortungslos” bis “lebensmüde” abgestempelt. Sobald ein Unglück geschieht, wird der gesamte Bergsport zum “Risikosport” erklärt.
Dazu trägt sicher auch die Mediale Verbreitung risikofreudige Berggänger bei. Die meisten Freerider sind mit LVS, Helmkamera und Airbag ausgerüstet. Und wagen sich so in Gelände die selbst der Lawinenguru Munter nur von fernem betrachten würde. Heutzutage werden alpine Gefahrenräume entschärft, ohne das die Actionsüchtige in den Bergen aufgewachsen sind, oder die alpine Gefahr Schritt für Schritt verinnerlicht zu haben. Sicherer wird das ganze aber nicht.
Eigenverantwortung heisst das Zauberwort. Die Problematik und das tritt ganz bestimmt auch auf mich zu, Ist die Präsentation und die Suche der Bestätigung im Internet. Das Narzisstische Verhalten muss berücksichtigt und Analysiert werden. Wie viel Risiko geht man ein, Aufgrund um im Netz die Öffentlichkeit zu Schockieren und die Bestätigung zu bekommen das man ein “Krasser Siech” ist? Eine Entwicklung die besonders zu berücksichtigen gilt in der Zeit von Extremen Bildern / Filme im Netz. Alles wird schneller, Extremer und gefährlicher, aber auch Sicherer? Jedenfalls wird das in der Werbung so vermittelt, das mit dem richtigen Material jeder solche extremen Sachen machen kann.
Beispiele Medialer Selbstüberschätzung:
Linda Fäh besteigt das Matterhorn
Everest-Oma
Geteert und gefedert
Bis an die Grenzen des Körpers: Extrem-Berglauf auf die Zugspitze
Ich plädiere für:
- Freier Zugang zu den Bergen. Der alpine Raum muss allen Menschen frei zugänglich sein und bleiben. Verantwortungsvoller Bergsport bereichert die Bergwelt.
- Präzision statt Regelungswut. Es gibt genügend Gesetze, um den Bergsport zu regeln. Diese sollten mit Augenmass und Sachverstand angewandt werden.
- Die Eigenverantwortung stärken. Der Bergsport ist umso sicherer, je kompetenter die Bergsportler sind.
- Den Wert von Risikobewusstsein anerkennen. Eine Gesellschaft gewinnt, wenn ihre Mitglieder den bewussten Umgang mit Risiken erlernen und beherrschen.
- Einen angemessenen Risiko-Diskurs führen. Insbesondere die Medienschaffenden und die Touristiker sollten Risiken nicht überbewerten und/oder als Verkaufsargument in den Vordergrund stellen.
Was ich aber nicht machen werde, ist ein Disclaimer für meine Publizierten Bergtouren schreiben. Jeder sollte selber entscheiden mach er machen kann/will. Eigenverantwortung, Sondierung und Beurteilung der aktuellen Verhältnisse gehören bei jeder Tour dazu.
Gipfel Rueckblick
Habe wiedermal alle meine 2012 Frühlings-, Sommer- und Herbstbergtouren 2012 zusammen gezählt, ohne die Winter- und Klettertouren. Ergebnis:
344.8 Kilometer. Aufstieg: 37’629 hm. Abstieg: 29’424 hm. Total: 67’052 Höhenmeter.
Letzten Sommer waren es 301.7 Kilometer und 59`844 Höhenmeter. Gerade die zwei Monstertouren machten es aus, dass ich dieses Jahr länger, höher und weiter unterwegs war. Es ist nicht die Jagd nach Höhenmetern, wie es vielleicht den Anschein hat, sondern das Erlebnis, das mich treibt!
Die Highlight in Bilder:
Lieblings Touren im Jahr 2012:
- Bündner Haute-Route mit Snowboard
- Sihltal+ Monstertour
- Fridlispitz-Wageten-Brüggler-Chöpfenberg Tour
- Lagginhorn Westgrat Freesolo
- Alpstein+ Monstertour
Meine Touren berichte unter Hikr

Es ist eine Leidenschaft. Es ist meine Passion.
Gute Gruende fuer einen Outdoorer als Lebens- und Liebespartner
Outdoorer lieben es, sich auf engstem (Zelt)-Raum zusammenzukuscheln. Kein Wunder, dass sie darin geübt sind, komplexe Bewegungsmuster bei null Spielraum perfekt zu synchronisieren.
Outdoorer wissen, wie man Dinge auch auf kleiner Flamme am Köcheln hält. Aber sie können auch ein richtiges Feuer entfachen.
Sicherheitsausrüstung ist bei Outdoorern Pflicht, aber sie wissen auch, in welchen Situationen sie den Berghelm absetzen müssen.
Outdoorer können gut mit Seilen, Bändern und Karabinern umgehen.
Outdoorer sind geschickt mit ihren Fingern – kein Wunder, sie müssen ja auch regelmässig klatschnasse und steif gefrorene Schuhsenkel und Zeltschnüre aufpopeln.
Wenn es schwierig wird, fängt für Outdoorer der Spass erst richtig an.
Schlechte Bedingungen? Kennen sie nicht.
Outdoorer brauchen kein GPS, um den richtigen Weg zu finden, und wer sich am Sternenhimmel orientieren kann, findet sich auch daheim im Dunkeln prächtig zurecht.
Auch wenn nicht alle Outdoorer einen Wingsuit tragen oder Gleitschirm fliegen, lassen sie sich doch auch gerne mal fallen.
Outdoorer kommen lange mit Konservennahrung aus – perfekt für Fernbeziehungen.
Für sein Gipfelerlebnis ist dem Outdoorer kein Weg zu weit und zu mühsam.
Outdoorer sind genügsam und ausdauernd und haben kein Problem mit längeren Durststrecken.
Outdoorer kennen die schönsten Plätze – für alles. Und sie stören sich nicht dran, wenn’s von unten piekt und stachelt.
Outdoorer wissen, wie man unterkühlte Körperteile auftaut.
Outdoorer sind extrem gewichtsbewusst – kein Gramm zu viel in den Rucksack!
Outdoorer kennen sich mit Herzmassage, Mund-zu-Mund-Beatmung und allgemein erster Hilfe aus. Und mit zweiter. Und mit dritter…
Text von:
Nein, ich Wandere nicht
Wandern? Nein danke, Bergsteigen, Alpinwandern oder besser Kletterwandern
Mich fragen immer wieder Freunde und Kollegen ob sie mal mitkommen können auf eine Wanderung. Sie möchten auch gerne wieder mal in die Berge und meine Bilder haben sie dazu animiert … Alles gut und recht. Aber ich Wandere nicht!
Ich freue mich sehr mit Freunden in die Berge zu gehen, wirklich das meine ich ernst. Auch wenn ich es sehr geniesse manchmal alleine in den Bergen zu sein. Das Problem ist meist das ich gerne Touren mache, die über die Wanderskala hinaus geht. Das heisst ein Fehltritt hat klare Konsequenzen. Warum das ich das mache habe ich schon in diesem Blog beschrieben. Für solche T5 – T6 Touren muss aber Trittsicherheit, Orientierungsvermögen, Klettererfahrungen und das mögen von sehr Exponiertem Gelände vorhanden sein. Es ist auch anders als im Alpin Klettern wo man Sichern kann, den bei den meisten T5-T6 Touren ist Sichern nicht möglich. Also alles Freesolo. Das mag natürlich nicht jeder, verständlich.
Das “T” steht für “Tourism”. Was aber mit Wandern nicht mehr im eigentlichen sinne zu tun hat. Anbei Fotos die das Bildlicher darstellen können.
Das Maximum ist T5 was ich mit Freunden gehen würde. Ansonsten gerne Klettern mit Seilsicherung. Aber T6 Touren… Da ist mir die Verantwortung zu gross. Wenn ich alleine bei solchen Freesolo Touren unterwegs bin, habe ich viel weniger Druck und kann für MICH entscheiden. Und bitte den Einleitung Text nicht zu ernst nehmen. Um auf den Gipfel zu kommen müssen auch “Wander” Passagen überwunden werden
.
Wikipedia beschreibt das Thema Wandern ganz gut.
Also … Happy Hiking … äh … Climbing … oder so
Campieren und biwakieren in den Schweizer Bergen
Campieren und biwakieren in den Schweizer Bergen – mit Rücksicht auf die Natur
Für mich bedeutet biwakieren übernachten ohne eine feste Struktur. Es ist Herrlich unter freiem Himmel zu übernachten. Der Sonnenuntergang und den Sternenhimmel auf dem Gipfel zu geniessen. Früher meist mit Zelt, mittlerweile nur im Schlafsack. Je nach Wetter meinen 3-Saison Schlafsack und eine Luftmatte von Mammut mit 4.1 Isolationswerte. Neu meine breitere uns sehr gute Exped SynMat UL7. Bei mir ist alles auf Ultra-Light Ausgerichtet, so natürlich auch das Material für die Übernachten. Für den Winter habe ich einen sehr warmen 4-Saison Schlafsack auch von Mammut. Meist dabei auch das Advanced Bivy von Outdoor Research. Zum Kochen der Eta Power Topf von Primus. Der Clou ist der Wärmewechsler an der Unterseite, der für einen enorm hohen Wirkungsgrad sorgt. Passen auf so gut wie alle handelsüblichen Gas- und Multikocher. Als Trink- und Essbecher der X-Cup von Sea to Summit. Unzerbrechliches, extrem leichtes Geschirr aus lebensmittelechtem Silikon. Schnittfeste Grundfläche zur Verwendung auch als Schneidebrett. Wird zum Transport Platz sparend flach gefaltet. Perfekt für Bergtouren! Für meinen Gaskocher verwende ich den Micro Regulator Stove von Soto. Der Ultraleichte, kompakter Gaskocher mit inliegenden Regulator hat eine konstante Heizleistung bis ca. -5°. Heizleistung: 3’200 W. Flammenregler mit präziser Feinjustierung. Inliegende Piezozündung. Meist dabei auch meine Nikon D800 für Timelaps auf einem Gorilla GP8 Stativ. Ich kann jedem Empfehlen mal ohne Zelt draussen zu übernachten. Auch im Winter ist das kein Problem. Man sollte einfach achten das man nicht im Wind liegt, und im Winter einen Kälte Abfluss baut. Die Isolationsmatte ist eins der wichtigsten Sache wenn es Kalt wird. Die meiste Kälte kommt vom Boden. Ein warmer Schlafsack ist zwar gut, aber wenn man auf Daune oder Kunstfasern liegt werden die zusammen gepresst und die Wärmeleistung nimmt rapide ab. Somit lohnt es sich eine gute Isolationsmatte zu leisten.
Die rechtliche Situation ist verworren. Wo darf biwakiert werden, wo nicht ? Es gibt keine gesamt schweizerische Regelung. Kantone und Gemeinden erlassen diesbezüglich Verordnungen. Wenn immer möglich wählen sie Biwak-Orte, die abgelegen sind. Denn es gilt grundsätzlich… wo kein Kläger, da kein Richter! Wer aber darauf angewiesen ist, in einer Umgebung biwakieren zu müssen, die keine Infrastruktur aufweist (SAC-Hütte, Alpbetriebe, etc) der kann das auch tun.
Biwakieren verboten bzw. unerwünscht:
- eidgenössische Jagdbanngebiete (Wildschutzgebiete)
- in den meisten Naturschutzgebieten
- in Biotopen (Flachmoor, Hochmoorbiotope von nationaler Bedeutung)
Am einfachsten ist:
- Man fragt den Grundbesitzer, Älpler oder SAC-Hüttenwart
- Man lässt sich nicht erwischen.
Ansonsten gilt: Zelt/Lager erst bei Einbruch der Dämmerung aufbauen, spätestens bei Anbruch der Morgendämmerung wieder abbauen und alle Spuren verschwinden lassen.
Eine wichtige Regel beim Hiken: Hinterlasse nichts ausser deinen Fussspuren und nimm nichts mit ausser deinen Eindrücken.
Links:
Biwakieren Verbotsliste
SAC-pdf
Niki (der gern und oft biwakiert)
Apokalypse
Die Apokalypse steht vor der Tür. Der Maya-Kalender der den Weltuntergang herleitet besagt es so. Lasst uns das mal so Glauben das ein Ablaufdatum bevorsteht. Die Prioritätsliste wird neu geordnet. In was investieren wir die knappe, uns noch zu Verfügung stehende Zeit?
Was wenn die grosse Abrechnung kommt? Welches Netto möchtest du dann vorweisen?
Zahlreiche Überstunden im Büro, für den Konsumzwang?
Zahlreiche Stunden vor dem TV, weil die Motivation fehlt?
Zahlreiche Stunden an belangloser Zerstreuung, weil der Fokus fehlt?
Nein. Das wollen wir sicher nicht. Nutzen wir doch die Chance uns aufraffen und die Qualität von Zeit haben zu erkennen. Unser Netto kann auch so aussehen:
Ausflug auf die Zindlespitz mit Übernachtung
Alpstein Monsterprojekt – West-Ost-Überquerung vom gesamten Alpstein
Ruessifluegrat – Matthorn – Esel Ostgrat am 1. August.
Wir ärgern uns über belanglosem. Zählen die Stunden. Demonstrieren gegen die Regierung. Zählen die Bergtote. Wer aber zählt die Tausenden von Jungen und Mädchen, die sich durch Rum-sitzen und Chips-Essen die Grundlage zu Amputationen, Blindheit und frühem Tod legen (Diabetes)? Und wer beschreibt die himmelschreiende Leere jener, die eines Tages am Rolator im Pflegeheim gehen werden, ohne je ein Abenteuer erlebt zu haben, keine Geschichte um sich selbst in den Schlaf zu erzählen, keine Sonnenaufgänge, keine Niederlagen, keine Dramen? Lauter trauriges, leeres Nichts?
Carpe diem
5 Tote beim Lagginhorn
Wieder mal Typisch Blick. Keine Ahnung von der Materie und dann noch sehr schlecht recherchiert. Im Blick vom 4. Juli 2012 der Bericht von den Verunglückten Berliner beim Lagginshorn im Wallis. Genau die gleiche Ausgabe vom Blick auf dem vom Gottesteilchen die Rede ist. Was ebenfalls total falsch ist. Aber das ist eine andere Geschichte. Fakt ist, es starben am 3. Juli. 5 Personen am Lagginhorn beim Absturz. Tragisch, dass gleich 5 Personen ihr Leben verloren, das Thema Seil oder nicht steht hier wohl im Mittelpunkt. Wie es genau dazu kam ist noch offen. Blick redet von gefährlich und fahrlässig wegen unangeseilt und ohne Bergführer. Das entspricht aber nicht ganz der Wahrheit. Die 5 Personen waren angeseilt alle am gleichen Seil dran. Und bei einem Ausrutscher wurden alle mitgerissen. So ist jedenfalls die Aussage der Walliser Polizei und Rettungsleiter von Air Zermatt. Das Lagginhorn ist wie der Mönch und Rinderhorn eigentlich ein einfacher Berg mit dem Hochtourenschwierigkeitsgrad WS+. Das Problem liegt sicher auch bei der Bewertung. Denn die Hochtourenschwierigkeit mit ihren Angaben geht davon aus das eine Sicherung möglich ist. Das ist aber auf dem Grat nicht der Fall oder jedenfalls nur sehr schlecht möglich. Somit ist die Tour eine T5+. Also ohne Sicherungsmöglichkeit über denn Grat.
Man könnte über dem Grat am kurzen Seil gehen und anfällige Ausrutscher auffangen wie es auch die meisten Bergführer machen. Aber bei 5 Personen… macht ein Anseilen beim Grat keinen Sinn da die mitreissgefahr zu gross ist. Auch ein Bergführer hätte das nicht verhindern können. Zum Beispiel beim Matterhorn ist jeder Gast mit einem eigenen Führer unterwegs. Aber ich frage mich schon, wieso man erst um die Mittagszeit am Gipfel ist, wenn man schon früh in der Weissmieshütte startet.
Lieber einmal mehr umkehren als etwas auf Teufel komm raus durchziehen. Risiko in den Bergen ist immer vorhanden Wissen und Erfahrung bringt am meisten wann und wo mit Seil gegangen werden soll und wo eine Sicherung sinnvoll ist. Aber es geht beim Blick nicht um recherchierte Infos sondern um Sensation-Journalismus. Schaden, den ich finde der Bergsport verdient mehr.
Guter Artikel: Was bei den tödlichen Bergunfällen auffällt
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