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Berg Empfehlung

Jul 20, 2014   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, on the top, Wandern  //  Keine Kommentare

Die schoensten Wanderungen, Bergtouren und Klettermoeglichkeiten

Draussen zu sein ist schön. Egal bei welchem Wetter. Das ich das viel Praktiziere ist den meisten wohl bekannt. Mittlerweile kenne ich natürlich auch sehr schöne Plätze, die möchte ich euch hier kurz vorstellen.

Leichte Touren mit Kinder:

- Klöntalersee
Mit dem PW oder ÖV zum Stausee vom Ende des Klöntalersees. Ab da leichte Wanderung auf der Nordseite am See entlang. Via Gessner-Denkmal zu einem eindrücklichem Wasserfall bei Sträbezen. Einkehren im Restaurant bei Plätz und mit dem Bus zurück. Die einfache Wanderung die fast schon Kinderwagentauglich ist dauert etwa 3h.

- Berggasthaus Äscher
Unzählige Bilder von dem Berggasthaus Äscher sind im Internet zu finden. Mit der Ebenalpbahn hoch mit spektakuläre Aussicht auf den Alpstein. Der Rundwanderweg führt über grüne Hügellandschaft bist zum Berggasthaus das direkt an der Felswand Ebenalp gebaut wurde. Die Rösti mit Ei und Speck ist dort der Klassiker. Weiter über dunkle und kühle Höhlenwelten zurück zur Bahn. Die Rundwanderung dauert etwa 2h ohne die Pause im Resti

Einfache Klettertouren

- Ibergeregg
Einer der schönsten Klettergärten nähe Hoch-Ybrig. Ideal für die ersten Kletterschritte draussen. Von Schwierigkeiten 2c bis 9c ist alles dabei. Etwa 20 Minuten laufen von der Ibergeregg Passhöhe bis zum Klettergarten. Der auch Grillplätze und schöne Aussicht bietet.

- Mettmenalp Widmenstein
Klettern im schönen Klettergarten in Mettmenalp bei Schwanden (GL) ist ein Klettergarten für Jung und alt. Laufzeit nach der Gondelfahrt etwa 1h. Ca. 200 Routen vom 3a.-8c. Schwierigkeitsgrad in schöner alpiner Umgebung an festen bis 20 Meter hohe Felsblöcken, Toprope einhängen von oben teilweise möglich. Grill Möglichkeiten und Biwakplätze bestehen. Das Gebiet ist aber im Jagdbanngebiet, somit ein Verbot zum Wildcampen drin. Aber der Bauer sagte mir das dies ok wäre. Bitte vorgehend absprechen.

- Eulengrat
Die Mehrseillängen am Eulengrat oberhalb Solothurn hat Varianten zwischen 3a und 6a+, wobei eine knappe 5a obligatorisch ist. Wunderschöne, aussichtsreiche und sonnige Kletterei mal auf dem Grat, mal an wandartigen Aufschwüngen. Absolutes Plaisir, Kletterzeit je nach Ambition zwischen 2 und 4 Stunden. Die Bohrhaken halten allen Ansprüchen stand.

Gut machbare Bergtouren

- Gitschen
Gibt nicht viele Berggipfel mit solch einer steilen Aussicht und einer so guten Begehbarkeit. Start ist im Isenthal im Katon Uri. Mit der Chli Bergli oder der Musenalpbahn hoch und maximal T5 in etwa 3h zum Gipfel. Die Aussicht ist der Hammer.

- Fluebrig
Das Fluebrig Massiv im Kanton Schwyz bietet für jeden etwas. Für den Wanderer wie auch für den Alpinist. Von Einfach bis schwierig.
Geographisch ist der Fluebrig in vier Gipfel aufgeteilt: Diethelm (2093 m, südwestlicher Punkt), Turner (2068 m, östlicher Punkt), Wändlispitz (1971 m, Südlich) und Fluebrig Nordgipfel, (auch Wyss-Rössli genannt, 2018 m). Neu nun der Turner Vorgipfel (1981 m) und der Fluebrig Vorgipfel (1948 m) mit meinem neuen Gipfelbuch.

- Federispitz
Der markante Felsformation im Glarus kennt wohl jeder. Einfach zu besteigen mit toller Rundsicht. Ab Bahnhof Ziegelbrücke in etwa 4h zum Gipfel. Der Weg via Vorgipfel des Federispitz ist lohnenswert. Abstieg am besten via Unteralpli. Ebenfalls mit schönem Blick auf den Walensee und durch den Laubwald Richtung Lindenboden.

- Oberalpergrat Ost-West
Diese Tour hatte alles was ich mir so wünsche. Bergwanderung, Klettern, Steile Grashänge, Schneereste, Tiere, Steile Grate, Ruhe, Alpsee, Alpenkirchen, Gipfelkreuze und natürlich viel Aussicht auf weitere schöne Berge. In etwa 6h ist der T5 Grat von Stn.Gitschenen via Stockzahn mit dem Monster-Kreuz nach Stn.Bannalpsee zu machen. Eine der schönsten Grattouren, mit viel Abwechslung. Ideal für die ersten Alpinen Erfahrungen zu sammeln.

Angeber Touren

- Pilatus Esel Ostgrat
Der Aufstieg über die Ostwand zum Esel ist ein sehr guter Trampelpfad zu sehen (T5 l). Oben muss über die Mauer geklettert werden und man erntet Bewunderung und staunen von den zahlreichen Touristen auf dem Gipfel in Sandalen, die es kaum fassen könnte, das man von da unten herkam.

- Säntis via Ostgrat
Die Böseggroute im Alpstein endet direkt auf der Terrasse des alten Säntishotels. Die Route ist nicht markiert, aber einfach auf dem Grat bleiben (T5 ll). Eine Tagestour wenn von Wasserauen – Seealpsee – Mesmer gestartet wird.

- Mythen via Rotgrätli
Ab Kurve 22 vom Normalweg beginnt das Abenteuer. Wie im SAC Führer beschrieben, ist dies eine gut geeignete Tour um Berggänger in die Alpine Welt einzuführen. Es bestehen immer Sicherungsmöglichkeiten. Ein 30m Seil ist die minimale Länge. Die Tour ist nie schwieriger als T5 ll, aber die Rückzugmöglichkeiten sind eher schwierig. Man kommt direkt auf das Plateau vom Gipfel via Nordseite an und trifft dort die zahlreichen Wanderer. Runter gemütlich via Normalweg. Alternative Poser Route wäre das schwierigere Chalberstöckli T6 ll.

Falls nun jemand Lust auf eine Tour bekommen hat, der soll sich doch bei mir melden für Infos oder einer Tourenleitung.

Wünsche allen schöne und sichere Zeit in den Bergen. Geniesst es jetzt und hier.

Gipfel Rueckblick 2013

Dez 3, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, on the top, Wandern  //  1 Kommentar

Wie jedes Jahr zähle ich alle meine 2013 Frühlings-, Sommer- und Herbstbergtouren zusammen, ohne die Bike, Winter- und Klettertouren. Ergebnis:
Aufstieg: 32’858 hm. Abstieg: 25’517 hm. Total: 58’375 Höhenmeter. Das sind etwa 4500 Höhenmeter weniger als letztes Jahr. Aber die Alpsteintour ist auch schwer zu toppen, wenn auch in diesem Sommer zwei Monstertouren dabei waren. Mal schauen was das nächste Jahr so bringt. Die Pläne für das Jahr 2014 sehen schon mal vielversprechend aus :-)
Alle meine Bergtouren unter: tricky.hikr.org

Die Highlight in Bilder:

 Die Highlights im Jahr 2013

hikr

Es ist eine Leidenschaft. Es ist meine Passion.

Risikoaktivitaetenverordnung

Nov 12, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, Snowboard, Sport, Wandern  //  Keine Kommentare

Das neue Bundesgesetzt über das Bergführerwesen und das Anbieten weiterer Risikoaktivitäten ist beschlossene Sache und trifft am 1. Januar 2014 in Kraft.
Um was geht es in diesem Gesetzt, Wer betrifft es und warum die Sicherheit darunter leidet…

Je mehr das Gesetz bei den einzelnen verantwortlichen Gremien und Stellen ankommt, desto klarer wird, welche schlechte Lösung damit erstellt wurde.

Hauptgrund hierzu sind die Kriterien der Abgrenzung: Liegt der Verdienst eines Schneesport-, Ski- oder Snowboardlehrers innerhalb der “Risikotätigkeit” unter 2300.- Sfr. pro Jahr, kann man praktisch alles machen, egal wo und wann, selbst Bergführer Tätigkeiten sind möglich. Unter Risikotätigkeit für Snowboard Instruktoren wird hier Folgendes verstanden: Fahrten oberhalb der Waldgrenze und ausserhalb des Verantwortungsbereichs der Bergbahnen abseits der Piste, oberhalb der Waldgrenze auf einer Tour bis 35° und auf einer Variante oberhalb der Waldgrenze ab 30° bis 40° Hangneigung.

Das heisst, nur Anbieter von Risikotätigkeiten mit einem spezifischen Verdienst “über 2300.- Sfr. pro Jahr” (nur innerhalb der Risikotätigkeit und wohlgemerkt nur über der Waldgrenze also ab ca. 2200 M.ü.M. geltend) müssen eine Bewilligung beantragen. Alle anderen, und damit wohl 98% der Ski und Snowboardlehrer, die nicht mehr als 2300.- pro Saison innerhalb dieses Risikobreichs verdienen, brauchen innerhalb dieser Beschränkung keine Bewilligung. Im Klartext heisst das bei der Rechtsprechung, dass der oder die Schneesportlehrerin im Nachteil ist, wenn er/sie eine Bewilligung besitzt. Denn sollte ein Unfall passieren, werden Bewilligungsinhaber aufgrund ihrer zusätzlichen Bewilligung einer anderen Massfigur gegenüber gestellt und haben eine verschärfte Rechtsprechung und Beurteilung zu er- warten. Es ist deshalb jedem, dessen Verdienst unter 2300.- mit Tätigkeiten im Risikobereich liegt, davon abzuraten, diese Bewilligung bei seinem Wohnkanton einzufordern.

Mit Bewilligung bei mehr als 2300.- Sfr.
Risikozonen: Geltungsbereich des Gesetzes
1. Ausserhalb der Piste, also nicht im Bereich der Verantwortung der Bergbahn ist,
2. nur oberhalb der Waldgrenze
Grafik Erklärung Risikozone:
Rot = Geschlossen: Sind die roten Bereiche oberhalb der Waldgrenze, da sie über 35° und mehr als 40° bei der Variante von der Bergstation aus beinhalten.
Blau = Offen: ist die blaue Variante, wenn nicht steiler als 40°. Offen sind auch die violetten Touren wobei innerhalb der Waldgrenze die Hangneigung auch steiler als 40° sein darf! Offen ist auch die grünen Fahrt zwischen zwei Pisten, da unter 30° Hangneigung.

Ohne Bewilligung mit weniger als 2300.- Einnahmen in diesem Risikobereich: ALLES OFFEN! auch der rote Bereich! Bestehen bleibt natürlich eine Eigenverantwortung des einzelnen Instruktors!

Risikozone

Fazit: Diese Gesetzgebung hat nix mit der Sicherheit für den Teilnehmer zu tun. Auch wenn er ausschliesslich Instruktoren bucht mit Bewilligungen. Nicht gewerbsmässig handelt, wer seine Aktivität im Rahmen einer Vereinsveranstaltung anbietet oder der Anbieter unter den Einnahmen von 2300.- Sfr pro Jahr in diesem Risikobereich liegt. Warum also dieses Gesetz? Das Gesetz zu den Risikoaktivitäten geht auf den Canyoning-Unfall im Berner Oberländer Saxetbach 1999 zurück. Beim Vorfall starben 21 Menschen, zum grössten Teil handelte es sich um Touristen aus Australien. Hinter dem Gesetzesentwurf steht auch der Schweizer Bergführerverband, dazu mussten aber die Vereine wie J&S einbezogen werden so wie auch die Wander- und Kletterlehrer. Auch mussten die EU- oder EFTA-Staaten miteinbezogen werden.
Was dabei raus kam ist: Jedermann kann ohne Nachweis in den oben genannten Risikozonen mit einer genügenden Ausbildung und des Einhaltens minimaler Sicherheitsstandards, kommerzielle Angebote im Bereich des Freeride und Gebirgstouren abseits markierter Wege auf den Markt bringen… Solange Sie unter 2300.- Sfr pro Jahr bleiben, oder unter der Waldgrenze bleiben.

Jede Person, die gegen Entgelt Angebote in diesen Kategorien beansprucht, verlässt sich darauf, dass die minimalen Sicherheitsstandards eingehalten und letztlich das zwar immer verbleibende, und wohl auch erwünschte Restrisiko reduziert wird. Für die entsprechende Leistung eines Führers bezahlt er schliesslich ja auch ein Entgelt.
Warum sollten Variantenabfahrten unterhalb der Waldgrenze in allen Schwierigkeitsgraden sicherer sein als über der Baumgrenze? Na, wer weiss die Antwort?

Links:
Bundesrat heisst Verordnung zum Gesetz über Risikoaktivitäten gut
Risikoaktivitätengesetz und -verordnung treten per 1. Januar 2014 in Kraft

SSBS / Schweizer Schneesport Berufs- und Schulverband
Keine Bewilligungs- und Zertifizierungspflicht für Jugendorganisationen und NGO
Merkblatt für Schneesportlehrer – Kanton Graubünden

Lernen

Okt 15, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, Wandern  //  Keine Kommentare

Eine neue Bewegung, ein Trick, ein Sprung oder einen Kletterzug zu Lernen macht Spass. Egal ob mit, oder ohne Anleitung. Wenn man merkt das es vorwärts geht, ist das sehr Motivierend. Am effizientesten geht Lernen natürlich mit Anleitung.
Ich bin immer skeptisch wenn jemand sagt, das kann ich dir zeigen. Diese Person mag vielleicht gut sein in dem was er macht. Aber ist das gezeigte auch richtig? Beim Ski oder Snowboarden ist das ” falsch” lernen nicht so gravierend. Der Weg ist sicher steiniger und nicht so effizient und Ökonomisch wie in einer Schneesportschule. Aber es kann funktionieren. Beim Bergsteigen und Klettern können falsche Informationen aber tödlich enden. Es mag jahrelang gut gegangen sein, aber das muss noch lange nicht heissen das es auch “richtig” ist. Bei einem anerkannten ausgebildeten Schneesportlehrer oder eben einem Berg- Kletterlehrer sind gewisse Normen gegeben, das ist unter anderem das sicher Sichern auf dem Berg. Jeder Hobby Bergsteiger sollte sich gut überlegen ob er wirklich anderen die Faszination Bergsteigen oder Klettern näher bringen will. Die Verantwortung jedenfalls sind gross. Ein Reflektieren mit einem sehr guten Risikomanagement ist gefragt. Auch nach Jahren seine eigene Sicherungstechnik zu hinterfragen benötigt Aufwand, Selbstkritik und Zugeständnis.

“ein bisschen Abfall”

Aug 24, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Essen, Klettern, Sport, Wandern, WordPress  //  Keine Kommentare

Es gibt immer grössere Probleme auf der Welt, als “ein bisschen Müll” in der Natur, könnte man jedenfalls meinen! Natürlich ist den Bewohnern von Kriegs- und sonstigen Krisengebieten erstmals egal, was für Müll auf der Welt landet. Denn für sie geht es in erster Linie um`s blanke Überleben.
 Aber alles fängt im Kleinen bei jedem selbst an. Wenn jemand kein Problem damit hat, seine Fischdose am Berg hinter den Felsen zu verstecken, wird er bestimmt nicht dazu zu bewegen sein, gelegentlich auf sein Auto zu verzichten, weniger zu heizen, weniger sinnlos in der Gegend herumzufliegen, weniger Müll zu produzieren etc. Denn so eine Spezies von Mensch, will immer alles ganz selbstverständlich für sich haben, bzw. denkt er nicht nach. Was wird aus seiner Fischdose am Berg? Es ist ihm egal! Oder meint er, irgendwann wird eine Organisation den ganzen Müll einsammeln? Jeder ist gefragt, der hier auf diesem Planeten lebt! Jeder muss selber was tun!

Wie viele Tiere in den Weltmeeren verrecken jämmerlich an dem immensen Platikmüll, der da herumschwimmt? Hast Du schon mal so eine verletzte Schildkröte oder einen Wal oder Delphin gesehen, die sich im Plastikmüll verfangen oder ihn gefressen hat? Dann Googel mal danach! Kein Problem so ein bisschen Müll in den grossen Ozeanen, in der Natur? Doch, es ist ein Problem! 
Wenn jeder vor seiner Haustüre anfangen würde, etwas mehr für die Umwelt zu tun, würde sich die Gesamteinstellung ändern. Vielleicht wäre es dann auch mal möglich, Energie und Rohstoffe zu sparen, anstatt immer noch mehr produzieren zu müssen? Im Kleinen fangen die grossen Probleme an, bei jedem von uns, im eigenen Haushalt, draussen in der Natur… eben auf dieser Welt.

Die Welt an sich hat den Menschen nie gebraucht. Und sie wird sich auch wieder von ihm entledigen, irgendwie und irgendwann. Bis dahin müssen wir sehen, wie wir unser Zusammenleben, einschliesslich der wirtschaftlichen Probleme managen. Meines Erachtens ist das Hauptproblem “der Krone der Schöpfung”, des menschlichen Individuums das, dass er eigentlich nicht sozial ist, sondern getrieben von Macht, Egoismus und Reichtum eigentlich nur an sich denkt. Das macht kein Tier und das hat immer schon Kriege und Zerstörung mit sich gebracht.
 Der Plastikmüll wandert ins Meer, weil er am Festland gedankenlos abgelegt wird oder direkt von Schiffen dort hin befördert wird. Hauptsache, der Müll ist “von mir weg”! Meine Idealvorstellung von Mensch wäre die, dass es keiner über das Herz bringen würde, überhaupt Müll in die Natur zu entsorgen. Hier sind die Eltern gefragt, bei der Erziehung ihrer Kinder. Das ist aber chancenlos, wenn die Eltern selber kein Vorbild sind.
 Ich schmeisse nicht mal einen Kaugummi weg, weil ich denke, es könnte ein Tier fressen und daran zu Grunde gehen.
 Könnte keiner aus Überzeugung auch nur ein Stück Müll (und ich meine nicht Bananenschalen oder Apfelbutzen!) in die Landschaft werfen, egal ob kleine Mengen oder grössere, meine ich, alle hätten im ganzen Leben eine andere Einstellung zum Nächsten, zur Natur, zu unseren Energieproblemen usw.
 Ich selber habe weder Auto noch sonst ein Fossil-Verbrennungs-Gerät. Aber ohne Auto auskommen ist nicht einfach. Die Schweizer Postauto und die guten Zugverbindungen in aller Ehre.
 Aber manchmal ist dieser “Luxus” angenehm, aber eben nicht immer Nötig.

Andererseits gab es mal eine Veröffentlichung, dass schon ein Flug nach Mallorca im Jahr so viel Dreck raus haut, wie wenn man das ganze Jahr auf das Auto verzichten würde. 
Irgendwie alles auch hoffnungslos, trotzdem kämpfe ich für meine schöne Natur, so gut es geht.
Es gibt dieses Jahr Millionen Zecken und Bremsen bis auf 2000m Höhe. Aber leider ist das wohl nicht die “Rache der Natur” :-)
 Und die Bananenschalen machen die Welt nicht kaputt, es geht mir um die Einstellung eines jeden zur Natur. Ich hoffe viele meine Freunden werden die Zigarettenstummel, PET-Becher und RedBull Dosen fern halten von der Natur und artgerecht entsorgen.

Outdoor Bekleidung

Jun 4, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Blog, Klettern, Wandern  //  2 Kommentare

Egal wie das Wetter ist, in den Bergen zu sein ist immer schön. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unmotivierte Leute
Der Spruch dass das Material das wichtigste ist finde ich falsch. Auch das beste Material ist immer einen Kompromiss. Bei sportlichen Aktivitäten kommt es zur Schweissbildung, die von den Membranen nach aussen Transportiert wird. Ist aber die Luftfeuchtigkeit zu hoch und nicht so kalt draussen, funktioniert der Austausch kaum noch. Auch muss die Feuchtigkeit zuerst an den Membranen kondensieren das ein Transport überhaupt stattfindet. Gutes Material das den Regen abhält und doch atmen kann ist natürlich von Vorteil. Aber man sollte achten, das man nicht so stark zum schwitzen kommt bei starker Aussenfeuchtigkeit. Auch würde ich mehrere Lagen zwar empfehlen, aber nur die Aussenhaut sollte  eine Membrane oder Microfasser haben. Ansonsten kommt es unweigerlich zum Feuchtigkeit Stau. Für in die Stadt oder leichtem Regen genügt auch Microfasser.
Ich durfte schon mehrmals meine Bekleidung auch im starkem Regen Testen. Wenn das Material hält, macht es auch im Regen Spass :-)

Meine Empfehlung:
- Einen Regenhut zb der Sombrero von OR. Der ist bei all meinen Touren dabei. Der schützt auch sehr gut von der Sonne und der Rand kann bei bedarf aufgeklappt werden.
- Die ultra-leichte Regen Jacke Helium ll. Die Jacke ist atmungsaktiv und ist gerade mal Faustgross wenn verpackt.
Natürlich finde ich als Athlet von OR die Sachen gut, aber ehrlich, ich kenne die anderen Marken auch sehr gut (KillerLoop, Columbia, Mammut) von früheren Sponsoring. Es liegt mir fern diese nun schlecht zu machen, aber gutes Material erkennt man bei harten Einsätzen und da bin ich mit OR mehr als zufrieden.

OR-sommer OR-winter
Die Eigenschaften von Polyester
Polyester ist insbesondere im Hinblick auf seine Eigenschaften sehr überzeugend. So nimmt Outdoor-Kleidung aus diesem Material höchstens ein Prozent des Eigengewichts an Wasser auf. Dadurch trocknet die Kleidung entsprechend schnell und passt sich optimal den Anforderungen für die unterschiedlichen Wetterverhältnisse an. Polyester ist zudem ein Material, das sowohl reiss- als auch scheuerfest ist. Dadurch verhält es sich gegenüber Feuchtigkeit absolut fäulnisbeständig und ist gegen UV-Strahlen sehr resistent. Polyester isoliert auch besser als Naturfasern.
Im Vergleich zu Schaf- und Baumwolle kann Polyester als Material für die Outdoor-Kleidung zudem mit einem weiteren entscheidenden Vorteil überzeugen. So isoliert es fast 40 Prozent besser als Naturfasern. Grundsätzlich lässt sich Outdoor-Kleidung aus Polyester sehr angenehm tragen, sodass es problemlos auch für die Herstellung von Unterwäsche genutzt werden kann. Ich selber benutze auf Bergtouren und zum Klettern ausschliesslich Kunstfaser als Unterwäsche.

Aber… Da Polyester schneller trocknet, fühlt es sich kälter an. Das kommt vom Thermodynamischen her. Das Trocknen beziehungsweise das Verdampfen braucht Energie, wo vom Körper genommen wird. Bei Schafwolle passiert diesen Prozess viel langsamer. Es “fühlt” sich Wärmer an. Eine gute Alternative sind die Mischfassern wie Dri-Release Wolle die das beste aus beiden Welten kombiniert. Es gibt einen Unterschied von Mensch zu Mensch. Speziell Frauen haben ein anderes Wärme/Kälte Gefühl. Für mich kann eine einfache GoreTex Jacke im Regen/Winter genügen, aber für die meisten Frauen wäre das zu wenig Isolierschicht.

Vor- und Nachteile von Baumwolle
Schaf- und Baumwolle nimmt zwar den Schweiss auf, aber sie leiten die Feuchtigkeit nicht ab, sondern speichern sie. Vergleicht man Baumwolle mit anderen synthetischen Materialien, lässt sich deutlich erkennen, dass sie rund 15 Mal so viel Wasser aufnimmt wie die Kunstfasern. Auch ist die Wärmeleistung bei Nässe sehr schlecht. Schafwolle lässt sich mittlerweile sehr angenehm zu tragen und wärmt gut, aber eben leider nicht reiss- und scheuerfest und natürlich nicht optimal geeignet für Regen oder Sportliche Aktivitäten bei denen der Schweiss abtransportiert werden sollte um den Körper Trocken zu halten. Auch Merinowolle nur für kalte Tage ohne grosse Schweissbildungen. Ausser man nimmt Ersatz Kleidung mit, was aber für mich gegen das Prinzip; Light bring weit geht.
Aber mal ehrlich… Was nützt die beste Dreilage GoreTex wenn man sie nie bei richtigem dafür vorgesehenen Wetter Testen kann/will? Der Weg zum Büro geht auch mit Schirm. Aber viele Tragen die HighTech Sachen als Presstisch statt für den Outdoor nutzen. Schade eigentlich.
Vom Regen überascht Hand im Regen Das Gewitter zieht über uns Hohgant bis jetzt noch im Nebel, zurz vor dem Gewitter Sturm auf dem Stoss 6,5 Stunden im Regen Rigi Nordrippe überquerung im Regen
Somit: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unmotivierte Leute :-)
Danke an Maurice von OR für das weitere Wissen.

Sportklettern

Mai 2, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Blog, Klettern  //  Keine Kommentare

Sportklettern tu ich schon länger. Bergsteigen kam dazu, als ich keine Kletterpartnerin mehr hatte, um regelmässig draussen zu Klettern. So ging ich eben in die Berge, die ich so liebte. Zuerst nur Wandern, danach T5/T6 mit kraxeln und Monstertouren. Folglich dann auch Freesolo Projekte. Das dies natürlich nicht von heute auf morgen ging, sollte klar sein. Das “Risiko” für mich immer akzeptabel. Auch wenn meine Freesolo Touren mittlerweile im 5a sind, ist es doch ein Unterschied zum Sportklettern wo man an die Grenzen gehen kann. Für zum Hallenklettern sind wir mittlerweile eine Lustige und im Niveau sehr unterschiedliche Truppe. Das ist auch gut so und passt sehr gut. Ich versuche 3x in der Halle zu Klettern, egal ob Routen oder Boldern. Interessanterweise habe ich in der Halle Sturzangst und komme somit selten über 7a. Habe vom SAC letztes Jahr ein Mentalkurs gemacht, was ein wenig geholfen hat. Jedenfalls weiss ich nun warum das bei mir so ist. Kurz: Draussen ist es keine Option zu Stürzen, die Konsequenz wäre zumeist den sicheren Tot. Aber um besser zu werden muss man an die Grenzen gehen. Somit wäre die Halle dazu Ideal. Nur bin ich lieber draussen als indoor am Klettern. Also… Outdoor-Sportklettern am gut gesicherten Felsen. Somit lag es nah das ganze mangels fehlende Partner auch alleine zu machen. Ich nahm mein altes Grigri und bastelte mir eine Solist Lösung. Und ich muss sagen das ganze Funktioniert ziemlich gut. Die Modifikationen habe ich so gemacht das ich auch vorsteigen kann, ja sogar Mehrseillängen sind dadurch möglich. Habe mir lange überlegt ob ich diese Infos überhaupt veröffentlichen möchte. Aber schliesslich ist jeder selber verantwortlich für sein tun. Vielleicht bekomme ich ja sogar noch gute Tipps von anderen ? :-)

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Die Modifikation am Grigri. Zwei kleine Löcher im Plastik mit 3mm Schlinge um das Grigri in aufrechter Position zu halten.

Baumsicherung mit Redundanz

Baumsicherung mit Redundanz

Klettergarten Klus

Klettergarten Klus. Dazu gut geeignet. Wer kennt noch mehr gute?

Grigri in Aktion

Vorstieg: Links das Seil was am Baum unten Befestigt ist. Die blaue Bandschlinge und die Gift-grüne Schnur um das Grigri in aufrechter Position zu halten. Die blaue Bandschlinge ist meine Nabelschnur für die Standsicherung.

Die Konstruktion. Am linken Seil wird geklettert

Die Konstruktion. Am linken Seil wird Toprope geklettert

Die Modifikation am Grigri

Die Modifikation am Grigri. Das wegschleifen der Alu-Nase, damit das Seil besser durchläuft beim Vorsteigen.

Die Konstruktion

Die Konstruktion mit einem Stein am Seil, damit das Seil im Toprope gut durchrutscht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum gesichertes Solo klettern braucht man das übliche Material:
- Kletterseil mit möglichst langer Seildehnung und Dicke zwischen 10 und 11 mm wegen dem Grigri.
- Nabelschnur mit Karabiner für die Standsicherung.
- Expresse für die Route.
- 60cm geschlossene Bandschlingen mit mini Karabiner um das Grigri in aufrechter Position zu halten. Brusthalter von einem Rucksack geht auch.
- Das Modifizierte Grigri mit etwa 3mm Schnur für die aufrechte Position.
Und sehr wichtig: einen Stand mit Redundanz Sicherung beim Einstieg. Das können auch Bäume sein. Ein einzelner Bolts genügen nicht.
Ebenfalls als Redundanz am hängendem Seil einen Knoten machen, falls das System versagt oder der Seilmantel reist. So wird der Knoten am Grigri hängen bleiben.

Beim Vorsteigen nimmt man sich viel Seil und fixiert es mit einer Sackstichschlinge oder mittels Ropman2 an einer Materialschlaufe. Dies dient einerseits der Seilzugentlastung und anderer Seite als Sicherheit, sollte das Grigri nicht blockieren, bleibt man spätestens am Sackstich oder dem Ropeman2 hängen. Mit dem Ropman2 oder Minitraxion (Seilrolle mit Rücklaufsperre) habt ihr den Vorteil, dass man das Ganze schneller einstellen kann als Knopf auf, Knopf neu machen usw. Das Modifizierte Grigri sollte in aufrechter Position sein damit das Seil gut durchläuft. Mit Hilfe einer Hals- oder Brustschlinge und den zwei kleinen Löcher im Plastik mit 3mm Schnur vom Grigri, funktioniert das ganz gut. Bin aber in dieser Sache noch ein wenig am Tüfteln ob es nicht noch besser geht. Das Grigri solltet ihr im Übrigen mit einem Ovalkarabiner einhängen, damit eine Querbelastung ausgeschlossen wird.

So klettert man von Express zu Express. Ist man am Umlenker angekommen, wird die Standsicherung fixiert und das Kletterseil durchgefädelt. Nun kann man sich ablassen und die Expressen ausbauen. Beim Toprope könnt ihr auch einen Stein oder den Rucksack als Gegengewicht nehmen damit das Seil gut durchläuft. Vergesst aber nicht auch hier die Knoten oder Ropeman2 zu verwenden.

Ihr seht also es ist gar nicht so einfach und man muss sich schon sehr genau überlegen was man da eigentlich macht. Diese Techniken sollten im Klettergarten geübt werden. Vor allem welches Seil jetzt eingehängt wird ist am Anfang etwas unübersichtlich.

Fazit: Natürlich ist es spassiger zu zweit zu Klettern. Aber nicht jeder kann und möchte Mehrseillängen im 6c machen. Somit ist der Solist eine gute Möglichkeit. Toprope geht super. Beim Vorstieg wegen der fehlender dynamischer Sicherung ist Vorsicht geboten.

Achtung: Wehe wenn jemand auf die Idee kommt das ganze nachzumachen und es zu Probleme kommt und dann das ganze auf mich beruft. Jeder kann machen was er will. Es gibt viele Anleitungen zum Selbstmord im Netz. Bei Fragen versuche ich aber gerne zu helfen.

Packliste Sommer

Mrz 21, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Essen, Klettern, on the top, Sport, Wandern  //  Keine Kommentare

Eine Packliste für den Winter habe ich ja schon mal in meinem Blog Veröffentlicht. Nun noch die Packliste für eine Sommer-Bergtour:

Die Wichtigsten Links neben der Packliste! Solltet ihr unbedingt Lesen :-)

Packliste Winter
Bergsport
Campieren und biwakieren in den Schweizer
Risikomanagement
Risiko? Aber sicher!
Outdoor Fotokamera

Bekleidung
•    Gute Bergschuhe die schon eingelaufen wurde. Feste, grob profilierte und griffige Sohle
•    Atmungsaktie Wäsche. keine Baumwolle Kleidung!
•    Leichte Gore-Tex Jacke (Regenjacke) Winddicht oder mindestens Windabweisend
•    Lange Berghose SoftShell oder Stretch
•    SoftShell oder Fleecejacke für kalte Tage
•    Dünne Fingerhandschuhe. Eventuell warme Handschuhe je nach Temperatur
•    Mütze, Sonnenhut ev. Stirnband oder Buff
•    Funktionelle Socken (1 Ersatzpaar) Ohne Nähte

Diverses
•    Rucksack mit Hüftgurt (30-45l)
•    Sonnenbrille / Gletscherbrille Schutz gegen (UV-A, -B und -C “UV 400″) Kategorie 4
•    Sonnen- und Lippencrème
•    Taschenmesser / Leatherman
•    LED Stirnlampe mit neuer Batterie
•    Heftpflaster und Compeed
•    Halbtax, GA ID, SAC/DAV-,Rega-Ausweis, wenn vorhanden
•    Notfall Apotheke
•    25`000 Landkarte, Koordinatenmesser, GPS mit Track
•    Mobiltelefon, Strom/Akku Ersatz
•    Biwaksack mit Ev. 3-Saison Schlafsack

Technische Ausrüstung – je nach Tour
•    Gas oder Benzin Kocher mit Piezozündung und Topf mit hohem Wirkungsgrad
•    Alpin Pickel
•    Ski-, Touren- Teleskopstöcke (kleiner Teller)
•    Klettergurt mit 1 HMS Karabinern und Standschlinge
•    2x Bandschlinge 120cm (Zum Selbstsicherungen setzten)
•    60m oder 30m Halb-Sicherungsseil
•    2x Prusik (für Gletscher und zum Abseilen)
•    Ev. Fotoapparat, Feldstecher

Verpflegung
•    Tourentee in Termoskanne für kältere Tage. Trinkflasche mit viel Flüssigkeit. Kohlensäuriges Süsswasser ist nicht geeignet. Besser Isotonisch
•    Nehmt die Zwischenverpflegung für die entsprechende Anzahl Tage mit. Trage nicht zu viel und vor allem Essen mit, welches du bei Anstrengung besonders magst. Gut geeignet sind Dörrobst, Schokolade nur wenn es nicht allzu Warm ist. Käse, Vollkornbrot, Energieriegel und Traubenzucker
•    Halbpension: Bei den meisten Hütten ist Halbpension (Abendessen/Frühstück) inklusive.

Übernachtung in Hütte/n
•    Ohrenpfropfen
•    Toilettenartikel im Kleinformat, ev. Erfrischungstüchlein
•    Innenschlafsack aus Seide oder Baumwolle (aus Hygienegründen)
•    Die Hütten verfügen in der Regel über fliessend kaltes Wasser zur Körperpflege
•    Es stehen Hüttenfinken zur Verfügung
•    Geld für die Barzahlung der Übernachtung (etwa 45.- pro Nacht) SBB und Lifte

Packtipps
Light bringt weit! Dein Rucksack sollte nicht mehr als 7-9 Kg wiegen. Dies vor allem auf Touren von Hütte zu Hütte.
Nicht alles was nicht auf der Liste steht, muss auch nicht mit. Sämtliche Reservekleidung am besten wasserdicht verpacken. Und anstelle einer Regenhülle für den Rucksack leistet ein einfacher Müllsack im Rucksack gute Dienste. Abfall immer und alles wieder mitnehmen!

 Sehr wichtig:
•    Gute Kleidung mit Windstopp
•    Gute bequeme Bergschuhe
•    Genug zu Trinken
•    Mobiltelefon, GPS und/oder 25`000 Landkarte
•    Geld, Ausweis, kleine Notfall Apotheke

OR-sommer OR-winter

 

Risiko? – Aber sicher!

Jan 24, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, on the top, Snowboard  //  3 Kommentare

Schon einmal habe ich meine Meinung zum Thema Risikomanagement veröffentlicht.
Daran hat sich nicht viel verändert. Da der Bergsportler sich bewusst in zivilisatorisch schlecht erschlossene Gebiete mit erhöhtem Risiko – Gefahren durch zum Beispiel Lawinen, Wetter, Muren, Felssturz, Eissturz – begibt, ist ein spezieller Umgang mit diesen Risiken notwendig. Hierbei spricht man auch von Risikomanagement.

Ja, ich gehe gerne Risiko ein. Risiko, was ich aber aus meiner Sicht vertreten kann.
Was aber ist ein hohes Risiko?
Klar ist das Erfahrungen und Wissen helfen Risiken besser abzuschätzen.
Wie stabil ist die Seraczone wirklich und – kommt die Kaltfront vielleicht früher als im Wetterbericht angekündigt? Manches Mal ist dann Rückzug in die Hütte angesagt – diskutieren – analysieren – warten, vielleicht geht es morgen – oder der Traum einer Ersteigung des Wunschberges bleibt für dieses Mal ein Traum und muss der harten Realität weichen.

Doch der Umgang mit diesem Thema ist äusserst unterschiedlich und unterliegt auch einem gewissen zeitlichen Wandel. War früher das Eingehen eines Risikos noch etwas “heroisches”, so werden heute nicht nur risikofreudige Bergsportler sehr schnell als “verantwortungslos” bis “lebensmüde” abgestempelt. Sobald ein Unglück geschieht, wird der gesamte Bergsport zum “Risikosport” erklärt.

Dazu trägt sicher auch die Mediale Verbreitung risikofreudige Berggänger bei. Die meisten Freerider sind mit LVS, Helmkamera und Airbag ausgerüstet. Und wagen sich so in Gelände die selbst der Lawinenguru Munter nur von fernem betrachten würde. Heutzutage werden alpine Gefahrenräume entschärft, ohne das die Actionsüchtige in den Bergen aufgewachsen sind, oder die alpine Gefahr Schritt für Schritt verinnerlicht zu haben. Sicherer wird das ganze aber nicht.
Eigenverantwortung heisst das Zauberwort. Die Problematik und das tritt ganz bestimmt auch auf mich zu, Ist die Präsentation und die Suche der Bestätigung im Internet. Das Narzisstische Verhalten muss berücksichtigt und Analysiert werden. Wie viel Risiko geht man ein, Aufgrund um im Netz die Öffentlichkeit zu Schockieren und die Bestätigung zu bekommen das man ein “Krasser Siech” ist? Eine Entwicklung die besonders zu berücksichtigen gilt in der Zeit von Extremen Bildern / Filme im Netz. Alles wird schneller, Extremer und gefährlicher, aber auch Sicherer? Jedenfalls wird das in der Werbung so vermittelt, das mit dem richtigen Material jeder solche extremen Sachen machen kann.

aufstiegPiz Porchabelladeep freeridingSnowboardturn im Hoch-YbrigDrausen Zuhause

Beispiele Medialer Selbstüberschätzung:
Linda Fäh besteigt das Matterhorn
Everest-Oma
Geteert und gefedert
Bis an die Grenzen des Körpers: Extrem-Berglauf auf die Zugspitze

Ich plädiere für:

  • Freier Zugang zu den Bergen. Der alpine Raum muss allen Menschen frei zugänglich sein und bleiben. Verantwortungsvoller Bergsport bereichert die Bergwelt.
  • Präzision statt Regelungswut. Es gibt genügend Gesetze, um den Bergsport zu regeln. Diese sollten mit Augenmass und Sachverstand angewandt werden.
  • Die Eigenverantwortung stärken. Der Bergsport ist umso sicherer, je kompetenter die Bergsportler sind.
  • Den Wert von Risikobewusstsein anerkennen. Eine Gesellschaft gewinnt, wenn ihre Mitglieder den bewussten Umgang mit Risiken erlernen und beherrschen.
  • Einen angemessenen Risiko-Diskurs führen. Insbesondere die Medienschaffenden und die Touristiker sollten Risiken nicht überbewerten und/oder als Verkaufsargument in den Vordergrund stellen.

Was ich aber nicht machen werde, ist ein Disclaimer für meine Publizierten Bergtouren schreiben. Jeder sollte selber entscheiden mach er machen kann/will. Eigenverantwortung, Sondierung und Beurteilung der aktuellen Verhältnisse gehören bei jeder Tour dazu.

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