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Berg Empfehlung

Jul 20, 2014   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, on the top, Wandern  //  Keine Kommentare

Die schoensten Wanderungen, Bergtouren und Klettermoeglichkeiten

Draussen zu sein ist schön. Egal bei welchem Wetter. Das ich das viel Praktiziere ist den meisten wohl bekannt. Mittlerweile kenne ich natürlich auch sehr schöne Plätze, die möchte ich euch hier kurz vorstellen.

Leichte Touren mit Kinder:

- Klöntalersee
Mit dem PW oder ÖV zum Stausee vom Ende des Klöntalersees. Ab da leichte Wanderung auf der Nordseite am See entlang. Via Gessner-Denkmal zu einem eindrücklichem Wasserfall bei Sträbezen. Einkehren im Restaurant bei Plätz und mit dem Bus zurück. Die einfache Wanderung die fast schon Kinderwagentauglich ist dauert etwa 3h.

- Berggasthaus Äscher
Unzählige Bilder von dem Berggasthaus Äscher sind im Internet zu finden. Mit der Ebenalpbahn hoch mit spektakuläre Aussicht auf den Alpstein. Der Rundwanderweg führt über grüne Hügellandschaft bist zum Berggasthaus das direkt an der Felswand Ebenalp gebaut wurde. Die Rösti mit Ei und Speck ist dort der Klassiker. Weiter über dunkle und kühle Höhlenwelten zurück zur Bahn. Die Rundwanderung dauert etwa 2h ohne die Pause im Resti

Einfache Klettertouren

- Ibergeregg
Einer der schönsten Klettergärten nähe Hoch-Ybrig. Ideal für die ersten Kletterschritte draussen. Von Schwierigkeiten 2c bis 9c ist alles dabei. Etwa 20 Minuten laufen von der Ibergeregg Passhöhe bis zum Klettergarten. Der auch Grillplätze und schöne Aussicht bietet.

- Mettmenalp Widmenstein
Klettern im schönen Klettergarten in Mettmenalp bei Schwanden (GL) ist ein Klettergarten für Jung und alt. Laufzeit nach der Gondelfahrt etwa 1h. Ca. 200 Routen vom 3a.-8c. Schwierigkeitsgrad in schöner alpiner Umgebung an festen bis 20 Meter hohe Felsblöcken, Toprope einhängen von oben teilweise möglich. Grill Möglichkeiten und Biwakplätze bestehen. Das Gebiet ist aber im Jagdbanngebiet, somit ein Verbot zum Wildcampen drin. Aber der Bauer sagte mir das dies ok wäre. Bitte vorgehend absprechen.

- Eulengrat
Die Mehrseillängen am Eulengrat oberhalb Solothurn hat Varianten zwischen 3a und 6a+, wobei eine knappe 5a obligatorisch ist. Wunderschöne, aussichtsreiche und sonnige Kletterei mal auf dem Grat, mal an wandartigen Aufschwüngen. Absolutes Plaisir, Kletterzeit je nach Ambition zwischen 2 und 4 Stunden. Die Bohrhaken halten allen Ansprüchen stand.

Gut machbare Bergtouren

- Gitschen
Gibt nicht viele Berggipfel mit solch einer steilen Aussicht und einer so guten Begehbarkeit. Start ist im Isenthal im Katon Uri. Mit der Chli Bergli oder der Musenalpbahn hoch und maximal T5 in etwa 3h zum Gipfel. Die Aussicht ist der Hammer.

- Fluebrig
Das Fluebrig Massiv im Kanton Schwyz bietet für jeden etwas. Für den Wanderer wie auch für den Alpinist. Von Einfach bis schwierig.
Geographisch ist der Fluebrig in vier Gipfel aufgeteilt: Diethelm (2093 m, südwestlicher Punkt), Turner (2068 m, östlicher Punkt), Wändlispitz (1971 m, Südlich) und Fluebrig Nordgipfel, (auch Wyss-Rössli genannt, 2018 m). Neu nun der Turner Vorgipfel (1981 m) und der Fluebrig Vorgipfel (1948 m) mit meinem neuen Gipfelbuch.

- Federispitz
Der markante Felsformation im Glarus kennt wohl jeder. Einfach zu besteigen mit toller Rundsicht. Ab Bahnhof Ziegelbrücke in etwa 4h zum Gipfel. Der Weg via Vorgipfel des Federispitz ist lohnenswert. Abstieg am besten via Unteralpli. Ebenfalls mit schönem Blick auf den Walensee und durch den Laubwald Richtung Lindenboden.

- Oberalpergrat Ost-West
Diese Tour hatte alles was ich mir so wünsche. Bergwanderung, Klettern, Steile Grashänge, Schneereste, Tiere, Steile Grate, Ruhe, Alpsee, Alpenkirchen, Gipfelkreuze und natürlich viel Aussicht auf weitere schöne Berge. In etwa 6h ist der T5 Grat von Stn.Gitschenen via Stockzahn mit dem Monster-Kreuz nach Stn.Bannalpsee zu machen. Eine der schönsten Grattouren, mit viel Abwechslung. Ideal für die ersten Alpinen Erfahrungen zu sammeln.

Angeber Touren

- Pilatus Esel Ostgrat
Der Aufstieg über die Ostwand zum Esel ist ein sehr guter Trampelpfad zu sehen (T5 l). Oben muss über die Mauer geklettert werden und man erntet Bewunderung und staunen von den zahlreichen Touristen auf dem Gipfel in Sandalen, die es kaum fassen könnte, das man von da unten herkam.

- Säntis via Ostgrat
Die Böseggroute im Alpstein endet direkt auf der Terrasse des alten Säntishotels. Die Route ist nicht markiert, aber einfach auf dem Grat bleiben (T5 ll). Eine Tagestour wenn von Wasserauen – Seealpsee – Mesmer gestartet wird.

- Mythen via Rotgrätli
Ab Kurve 22 vom Normalweg beginnt das Abenteuer. Wie im SAC Führer beschrieben, ist dies eine gut geeignete Tour um Berggänger in die Alpine Welt einzuführen. Es bestehen immer Sicherungsmöglichkeiten. Ein 30m Seil ist die minimale Länge. Die Tour ist nie schwieriger als T5 ll, aber die Rückzugmöglichkeiten sind eher schwierig. Man kommt direkt auf das Plateau vom Gipfel via Nordseite an und trifft dort die zahlreichen Wanderer. Runter gemütlich via Normalweg. Alternative Poser Route wäre das schwierigere Chalberstöckli T6 ll.

Falls nun jemand Lust auf eine Tour bekommen hat, der soll sich doch bei mir melden für Infos oder einer Tourenleitung.

Wünsche allen schöne und sichere Zeit in den Bergen. Geniesst es jetzt und hier.

Wetterereignisse

Feb 13, 2014   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Fotografie, Fotos, Sport  //  Keine Kommentare

Globale Wettereignisse: Mildes Europa, kaltes Nordamerika

Was es derzeit in Europa zu warm ist, ist es in den USA zu kalt. Während man hierzulande im Moment besser nach dem Velo als nach dem Snowboard greift, tobt in Nordamerika eine Kältewelle, die selbst Temperaturen am Südpol alt aussehen lässt.

Wetter an sich ist ja schon faszinierend genug. Aber besonders beeindruckend sind Zufallstreffer oder Unregelmässigkeiten. Bei meinen Touren habe ich schon so manches Erlebt bei, egal ob bei Sonnenschein, Sturm, Regen oder Schneefall. Nicht immer muss es perfektes Bergwetter sein für schöne Erlebnisse in der Natur. Ihr kennt meinen Spruch? Egal wie das Wetter ist, in den Bergen zu sein ist immer schön. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unmotivierte Leute.
Die eindrücklichen Erlebnisse sind eben gerade die Ausserordentliche Ereignisse wie ein Unwetter von dem man in den Bergen schnell mal überrascht werden kann. Musste schon drei mal eine Notunterkunft suchen um den Blitzen zu entfliehen, oder lange Wanderungen im Regen oder Schneefall kann seinen Reiz haben, immer eine Sache der Einstellung.

Meine besten Wettererlebnisse in Bildern:

Gipfel Rueckblick 2013

Wie jedes Jahr zähle ich alle meine 2013 Frühlings-, Sommer- und Herbstbergtouren zusammen, ohne die Bike, Winter- und Klettertouren. Ergebnis:
Aufstieg: 32’858 hm. Abstieg: 25’517 hm. Total: 58’375 Höhenmeter. Das sind etwa 4500 Höhenmeter weniger als letztes Jahr. Aber die Alpsteintour ist auch schwer zu toppen, wenn auch in diesem Sommer zwei Monstertouren dabei waren. Mal schauen was das nächste Jahr so bringt. Die Pläne für das Jahr 2014 sehen schon mal vielversprechend aus :-)
Alle meine Bergtouren unter: tricky.hikr.org

Die Highlight in Bilder:

 Die Highlights im Jahr 2013

hikr

Es ist eine Leidenschaft. Es ist meine Passion.

Risikoaktivitaetenverordnung

Nov 12, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, Snowboard, Sport, Wandern  //  Keine Kommentare

Das neue Bundesgesetzt über das Bergführerwesen und das Anbieten weiterer Risikoaktivitäten ist beschlossene Sache und trifft am 1. Januar 2014 in Kraft.
Um was geht es in diesem Gesetzt, Wer betrifft es und warum die Sicherheit darunter leidet…

Je mehr das Gesetz bei den einzelnen verantwortlichen Gremien und Stellen ankommt, desto klarer wird, welche schlechte Lösung damit erstellt wurde.

Hauptgrund hierzu sind die Kriterien der Abgrenzung: Liegt der Verdienst eines Schneesport-, Ski- oder Snowboardlehrers innerhalb der “Risikotätigkeit” unter 2300.- Sfr. pro Jahr, kann man praktisch alles machen, egal wo und wann, selbst Bergführer Tätigkeiten sind möglich. Unter Risikotätigkeit für Snowboard Instruktoren wird hier Folgendes verstanden: Fahrten oberhalb der Waldgrenze und ausserhalb des Verantwortungsbereichs der Bergbahnen abseits der Piste, oberhalb der Waldgrenze auf einer Tour bis 35° und auf einer Variante oberhalb der Waldgrenze ab 30° bis 40° Hangneigung.

Das heisst, nur Anbieter von Risikotätigkeiten mit einem spezifischen Verdienst “über 2300.- Sfr. pro Jahr” (nur innerhalb der Risikotätigkeit und wohlgemerkt nur über der Waldgrenze also ab ca. 2200 M.ü.M. geltend) müssen eine Bewilligung beantragen. Alle anderen, und damit wohl 98% der Ski und Snowboardlehrer, die nicht mehr als 2300.- pro Saison innerhalb dieses Risikobreichs verdienen, brauchen innerhalb dieser Beschränkung keine Bewilligung. Im Klartext heisst das bei der Rechtsprechung, dass der oder die Schneesportlehrerin im Nachteil ist, wenn er/sie eine Bewilligung besitzt. Denn sollte ein Unfall passieren, werden Bewilligungsinhaber aufgrund ihrer zusätzlichen Bewilligung einer anderen Massfigur gegenüber gestellt und haben eine verschärfte Rechtsprechung und Beurteilung zu er- warten. Es ist deshalb jedem, dessen Verdienst unter 2300.- mit Tätigkeiten im Risikobereich liegt, davon abzuraten, diese Bewilligung bei seinem Wohnkanton einzufordern.

Mit Bewilligung bei mehr als 2300.- Sfr.
Risikozonen: Geltungsbereich des Gesetzes
1. Ausserhalb der Piste, also nicht im Bereich der Verantwortung der Bergbahn ist,
2. nur oberhalb der Waldgrenze
Grafik Erklärung Risikozone:
Rot = Geschlossen: Sind die roten Bereiche oberhalb der Waldgrenze, da sie über 35° und mehr als 40° bei der Variante von der Bergstation aus beinhalten.
Blau = Offen: ist die blaue Variante, wenn nicht steiler als 40°. Offen sind auch die violetten Touren wobei innerhalb der Waldgrenze die Hangneigung auch steiler als 40° sein darf! Offen ist auch die grünen Fahrt zwischen zwei Pisten, da unter 30° Hangneigung.

Ohne Bewilligung mit weniger als 2300.- Einnahmen in diesem Risikobereich: ALLES OFFEN! auch der rote Bereich! Bestehen bleibt natürlich eine Eigenverantwortung des einzelnen Instruktors!

Risikozone

Fazit: Diese Gesetzgebung hat nix mit der Sicherheit für den Teilnehmer zu tun. Auch wenn er ausschliesslich Instruktoren bucht mit Bewilligungen. Nicht gewerbsmässig handelt, wer seine Aktivität im Rahmen einer Vereinsveranstaltung anbietet oder der Anbieter unter den Einnahmen von 2300.- Sfr pro Jahr in diesem Risikobereich liegt. Warum also dieses Gesetz? Das Gesetz zu den Risikoaktivitäten geht auf den Canyoning-Unfall im Berner Oberländer Saxetbach 1999 zurück. Beim Vorfall starben 21 Menschen, zum grössten Teil handelte es sich um Touristen aus Australien. Hinter dem Gesetzesentwurf steht auch der Schweizer Bergführerverband, dazu mussten aber die Vereine wie J&S einbezogen werden so wie auch die Wander- und Kletterlehrer. Auch mussten die EU- oder EFTA-Staaten miteinbezogen werden.
Was dabei raus kam ist: Jedermann kann ohne Nachweis in den oben genannten Risikozonen mit einer genügenden Ausbildung und des Einhaltens minimaler Sicherheitsstandards, kommerzielle Angebote im Bereich des Freeride und Gebirgstouren abseits markierter Wege auf den Markt bringen… Solange Sie unter 2300.- Sfr pro Jahr bleiben, oder unter der Waldgrenze bleiben.

Jede Person, die gegen Entgelt Angebote in diesen Kategorien beansprucht, verlässt sich darauf, dass die minimalen Sicherheitsstandards eingehalten und letztlich das zwar immer verbleibende, und wohl auch erwünschte Restrisiko reduziert wird. Für die entsprechende Leistung eines Führers bezahlt er schliesslich ja auch ein Entgelt.
Warum sollten Variantenabfahrten unterhalb der Waldgrenze in allen Schwierigkeitsgraden sicherer sein als über der Baumgrenze? Na, wer weiss die Antwort?

Links:
Bundesrat heisst Verordnung zum Gesetz über Risikoaktivitäten gut
Risikoaktivitätengesetz und -verordnung treten per 1. Januar 2014 in Kraft

SSBS / Schweizer Schneesport Berufs- und Schulverband
Keine Bewilligungs- und Zertifizierungspflicht für Jugendorganisationen und NGO
Merkblatt für Schneesportlehrer – Kanton Graubünden

Lernen

Okt 15, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, Wandern  //  Keine Kommentare

Eine neue Bewegung, ein Trick, ein Sprung oder einen Kletterzug zu Lernen macht Spass. Egal ob mit, oder ohne Anleitung. Wenn man merkt das es vorwärts geht, ist das sehr Motivierend. Am effizientesten geht Lernen natürlich mit Anleitung.
Ich bin immer skeptisch wenn jemand sagt, das kann ich dir zeigen. Diese Person mag vielleicht gut sein in dem was er macht. Aber ist das gezeigte auch richtig? Beim Ski oder Snowboarden ist das ” falsch” lernen nicht so gravierend. Der Weg ist sicher steiniger und nicht so effizient und Ökonomisch wie in einer Schneesportschule. Aber es kann funktionieren. Beim Bergsteigen und Klettern können falsche Informationen aber tödlich enden. Es mag jahrelang gut gegangen sein, aber das muss noch lange nicht heissen das es auch “richtig” ist. Bei einem anerkannten ausgebildeten Schneesportlehrer oder eben einem Berg- Kletterlehrer sind gewisse Normen gegeben, das ist unter anderem das sicher Sichern auf dem Berg. Jeder Hobby Bergsteiger sollte sich gut überlegen ob er wirklich anderen die Faszination Bergsteigen oder Klettern näher bringen will. Die Verantwortung jedenfalls sind gross. Ein Reflektieren mit einem sehr guten Risikomanagement ist gefragt. Auch nach Jahren seine eigene Sicherungstechnik zu hinterfragen benötigt Aufwand, Selbstkritik und Zugeständnis.

“ein bisschen Abfall”

Aug 24, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Essen, Klettern, Sport, Wandern, WordPress  //  Keine Kommentare

Es gibt immer grössere Probleme auf der Welt, als “ein bisschen Müll” in der Natur, könnte man jedenfalls meinen! Natürlich ist den Bewohnern von Kriegs- und sonstigen Krisengebieten erstmals egal, was für Müll auf der Welt landet. Denn für sie geht es in erster Linie um`s blanke Überleben.
 Aber alles fängt im Kleinen bei jedem selbst an. Wenn jemand kein Problem damit hat, seine Fischdose am Berg hinter den Felsen zu verstecken, wird er bestimmt nicht dazu zu bewegen sein, gelegentlich auf sein Auto zu verzichten, weniger zu heizen, weniger sinnlos in der Gegend herumzufliegen, weniger Müll zu produzieren etc. Denn so eine Spezies von Mensch, will immer alles ganz selbstverständlich für sich haben, bzw. denkt er nicht nach. Was wird aus seiner Fischdose am Berg? Es ist ihm egal! Oder meint er, irgendwann wird eine Organisation den ganzen Müll einsammeln? Jeder ist gefragt, der hier auf diesem Planeten lebt! Jeder muss selber was tun!

Wie viele Tiere in den Weltmeeren verrecken jämmerlich an dem immensen Platikmüll, der da herumschwimmt? Hast Du schon mal so eine verletzte Schildkröte oder einen Wal oder Delphin gesehen, die sich im Plastikmüll verfangen oder ihn gefressen hat? Dann Googel mal danach! Kein Problem so ein bisschen Müll in den grossen Ozeanen, in der Natur? Doch, es ist ein Problem! 
Wenn jeder vor seiner Haustüre anfangen würde, etwas mehr für die Umwelt zu tun, würde sich die Gesamteinstellung ändern. Vielleicht wäre es dann auch mal möglich, Energie und Rohstoffe zu sparen, anstatt immer noch mehr produzieren zu müssen? Im Kleinen fangen die grossen Probleme an, bei jedem von uns, im eigenen Haushalt, draussen in der Natur… eben auf dieser Welt.

Die Welt an sich hat den Menschen nie gebraucht. Und sie wird sich auch wieder von ihm entledigen, irgendwie und irgendwann. Bis dahin müssen wir sehen, wie wir unser Zusammenleben, einschliesslich der wirtschaftlichen Probleme managen. Meines Erachtens ist das Hauptproblem “der Krone der Schöpfung”, des menschlichen Individuums das, dass er eigentlich nicht sozial ist, sondern getrieben von Macht, Egoismus und Reichtum eigentlich nur an sich denkt. Das macht kein Tier und das hat immer schon Kriege und Zerstörung mit sich gebracht.
 Der Plastikmüll wandert ins Meer, weil er am Festland gedankenlos abgelegt wird oder direkt von Schiffen dort hin befördert wird. Hauptsache, der Müll ist “von mir weg”! Meine Idealvorstellung von Mensch wäre die, dass es keiner über das Herz bringen würde, überhaupt Müll in die Natur zu entsorgen. Hier sind die Eltern gefragt, bei der Erziehung ihrer Kinder. Das ist aber chancenlos, wenn die Eltern selber kein Vorbild sind.
 Ich schmeisse nicht mal einen Kaugummi weg, weil ich denke, es könnte ein Tier fressen und daran zu Grunde gehen.
 Könnte keiner aus Überzeugung auch nur ein Stück Müll (und ich meine nicht Bananenschalen oder Apfelbutzen!) in die Landschaft werfen, egal ob kleine Mengen oder grössere, meine ich, alle hätten im ganzen Leben eine andere Einstellung zum Nächsten, zur Natur, zu unseren Energieproblemen usw.
 Ich selber habe weder Auto noch sonst ein Fossil-Verbrennungs-Gerät. Aber ohne Auto auskommen ist nicht einfach. Die Schweizer Postauto und die guten Zugverbindungen in aller Ehre.
 Aber manchmal ist dieser “Luxus” angenehm, aber eben nicht immer Nötig.

Andererseits gab es mal eine Veröffentlichung, dass schon ein Flug nach Mallorca im Jahr so viel Dreck raus haut, wie wenn man das ganze Jahr auf das Auto verzichten würde. 
Irgendwie alles auch hoffnungslos, trotzdem kämpfe ich für meine schöne Natur, so gut es geht.
Es gibt dieses Jahr Millionen Zecken und Bremsen bis auf 2000m Höhe. Aber leider ist das wohl nicht die “Rache der Natur” :-)
 Und die Bananenschalen machen die Welt nicht kaputt, es geht mir um die Einstellung eines jeden zur Natur. Ich hoffe viele meine Freunden werden die Zigarettenstummel, PET-Becher und RedBull Dosen fern halten von der Natur und artgerecht entsorgen.

Das Fett muss weg.

Mai 27, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Bergsport, Bergsteigen, Bike, Blog, Essen, Joggen, on the top, Wandern  //  Keine Kommentare

Der Sommer zeigt sich immer mehr und die Bergsteig Saison ist am erwachen. Somit wird auch die nötige Fitness am Berg gebraucht. Zwar war ich im Winter nicht auf der faulen Haut, aber wenn man nicht alleine Unterwegs ist, sind 1400hm für die meisten schon genug und auch das Tempo ist eher im Genussbereich. Um aber Ausdauer Training zu erreichen sind lange Touren mit einem höheren Puls in der anaeroben Schwelle sinnvoll und auch erforderlich.

Somit habe ich wieder begonnen mein Fitness stand auf die Bergsteig/Kletter Saison zu trimmen. Das heisst: Richtig zu ernähren und Ausdauer Sport mit Laufen zu machen. Joggen mit Musik im Ohr in schöner Umgebung kann ja spassig sein. Aber sich für das zuerst aufzuraffen, ist für die meisten das schwierigste. Ein Ziel und Sinn muss her. Damit meine ich eben nicht Joggen wegen der Fitness zuliebe, sondern ein reales visuelles Ziel. Das kann ein nächstes Dorf oder eine Strassenkreuzung sein. Bei Bergtouren ist das bei mir natürlich der Gipfel. Ziele zu haben ist allgemein sehr motivierend, in jeder Lebenslage.

Auch wenn ich alleine einiges zügiger unterwegs bin, geniesse ich sehr die Landschaft und die Ruhe. Zu sehen wie die Landschaft sich vom Urbanen zum Sub-Alpinen und schliesslich zum Alpinen Gipfel nähert, ist herrlich schön zu erleben.

Viele Bergprojekte habe ich mir vorgenommen. Natürlich auch eine die die Alpstein+ Tour nochmals um einiges übertrumpft :-) Aber dazu mehr wenn es soweit ist. Zuerst mal wieder die Kondition An-trainieren die ich letzten Sommer hatte, am liebsten aber noch verbessern. 500hm pro/h ist etwa der Wert wenn ich im Sommer alleine in den Bergen unterwegs bin. Da es aber einen Unterschied ist wie das Gelänge beschaffen ist. Stimmen die Angaben nur ungefähr (100 Hm Aufstieg = 1 LK, 250 hm Abstieg = 1 LK, 1 km Strecke = 1 LK. Für Skitouren gelten andere Regeln). Für neue Bergtouren natürlich auch neues Material. Danke an OR für die Unterstützung und die tollen Sachen die in den Bergen den kleinen aber feinen Unterschied ausmacht.

Fitness3 Fitness4 Fitness5 Fitness1 Fitness2

Link:
So macht Laufen Spass: Motivationstipps

Packliste Sommer

Mrz 21, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Essen, Klettern, on the top, Sport, Wandern  //  Keine Kommentare

Eine Packliste für den Winter habe ich ja schon mal in meinem Blog Veröffentlicht. Nun noch die Packliste für eine Sommer-Bergtour:

Die Wichtigsten Links neben der Packliste! Solltet ihr unbedingt Lesen :-)

Packliste Winter
Bergsport
Campieren und biwakieren in den Schweizer
Risikomanagement
Risiko? Aber sicher!
Outdoor Fotokamera

Bekleidung
•    Gute Bergschuhe die schon eingelaufen wurde. Feste, grob profilierte und griffige Sohle
•    Atmungsaktie Wäsche. keine Baumwolle Kleidung!
•    Leichte Gore-Tex Jacke (Regenjacke) Winddicht oder mindestens Windabweisend
•    Lange Berghose SoftShell oder Stretch
•    SoftShell oder Fleecejacke für kalte Tage
•    Dünne Fingerhandschuhe. Eventuell warme Handschuhe je nach Temperatur
•    Mütze, Sonnenhut ev. Stirnband oder Buff
•    Funktionelle Socken (1 Ersatzpaar) Ohne Nähte

Diverses
•    Rucksack mit Hüftgurt (30-45l)
•    Sonnenbrille / Gletscherbrille Schutz gegen (UV-A, -B und -C “UV 400″) Kategorie 4
•    Sonnen- und Lippencrème
•    Taschenmesser / Leatherman
•    LED Stirnlampe mit neuer Batterie
•    Heftpflaster und Compeed
•    Halbtax, GA ID, SAC/DAV-,Rega-Ausweis, wenn vorhanden
•    Notfall Apotheke
•    25`000 Landkarte, Koordinatenmesser, GPS mit Track
•    Mobiltelefon, Strom/Akku Ersatz
•    Biwaksack mit Ev. 3-Saison Schlafsack

Technische Ausrüstung – je nach Tour
•    Gas oder Benzin Kocher mit Piezozündung und Topf mit hohem Wirkungsgrad
•    Alpin Pickel
•    Ski-, Touren- Teleskopstöcke (kleiner Teller)
•    Klettergurt mit 1 HMS Karabinern und Standschlinge
•    2x Bandschlinge 120cm (Zum Selbstsicherungen setzten)
•    60m oder 30m Halb-Sicherungsseil
•    2x Prusik (für Gletscher und zum Abseilen)
•    Ev. Fotoapparat, Feldstecher

Verpflegung
•    Tourentee in Termoskanne für kältere Tage. Trinkflasche mit viel Flüssigkeit. Kohlensäuriges Süsswasser ist nicht geeignet. Besser Isotonisch
•    Nehmt die Zwischenverpflegung für die entsprechende Anzahl Tage mit. Trage nicht zu viel und vor allem Essen mit, welches du bei Anstrengung besonders magst. Gut geeignet sind Dörrobst, Schokolade nur wenn es nicht allzu Warm ist. Käse, Vollkornbrot, Energieriegel und Traubenzucker
•    Halbpension: Bei den meisten Hütten ist Halbpension (Abendessen/Frühstück) inklusive.

Übernachtung in Hütte/n
•    Ohrenpfropfen
•    Toilettenartikel im Kleinformat, ev. Erfrischungstüchlein
•    Innenschlafsack aus Seide oder Baumwolle (aus Hygienegründen)
•    Die Hütten verfügen in der Regel über fliessend kaltes Wasser zur Körperpflege
•    Es stehen Hüttenfinken zur Verfügung
•    Geld für die Barzahlung der Übernachtung (etwa 45.- pro Nacht) SBB und Lifte

Packtipps
Light bringt weit! Dein Rucksack sollte nicht mehr als 7-9 Kg wiegen. Dies vor allem auf Touren von Hütte zu Hütte.
Nicht alles was nicht auf der Liste steht, muss auch nicht mit. Sämtliche Reservekleidung am besten wasserdicht verpacken. Und anstelle einer Regenhülle für den Rucksack leistet ein einfacher Müllsack im Rucksack gute Dienste. Abfall immer und alles wieder mitnehmen!

 Sehr wichtig:
•    Gute Kleidung mit Windstopp
•    Gute bequeme Bergschuhe
•    Genug zu Trinken
•    Mobiltelefon, GPS und/oder 25`000 Landkarte
•    Geld, Ausweis, kleine Notfall Apotheke

OR-sommer OR-winter

 

Risiko? – Aber sicher!

Jan 24, 2013   //   by Niki Huwyler   //   Allgemein, Bergsport, Bergsteigen, Blog, Klettern, on the top, Snowboard  //  4 Kommentare

Schon einmal habe ich meine Meinung zum Thema Risikomanagement veröffentlicht.
Daran hat sich nicht viel verändert. Da der Bergsportler sich bewusst in zivilisatorisch schlecht erschlossene Gebiete mit erhöhtem Risiko – Gefahren durch zum Beispiel Lawinen, Wetter, Muren, Felssturz, Eissturz – begibt, ist ein spezieller Umgang mit diesen Risiken notwendig. Hierbei spricht man auch von Risikomanagement.

Ja, ich gehe gerne Risiko ein. Risiko, was ich aber aus meiner Sicht vertreten kann.
Was aber ist ein hohes Risiko?
Klar ist das Erfahrungen und Wissen helfen Risiken besser abzuschätzen.
Wie stabil ist die Seraczone wirklich und – kommt die Kaltfront vielleicht früher als im Wetterbericht angekündigt? Manches Mal ist dann Rückzug in die Hütte angesagt – diskutieren – analysieren – warten, vielleicht geht es morgen – oder der Traum einer Ersteigung des Wunschberges bleibt für dieses Mal ein Traum und muss der harten Realität weichen.

Doch der Umgang mit diesem Thema ist äusserst unterschiedlich und unterliegt auch einem gewissen zeitlichen Wandel. War früher das Eingehen eines Risikos noch etwas “heroisches”, so werden heute nicht nur risikofreudige Bergsportler sehr schnell als “verantwortungslos” bis “lebensmüde” abgestempelt. Sobald ein Unglück geschieht, wird der gesamte Bergsport zum “Risikosport” erklärt.

Dazu trägt sicher auch die Mediale Verbreitung risikofreudige Berggänger bei. Die meisten Freerider sind mit LVS, Helmkamera und Airbag ausgerüstet. Und wagen sich so in Gelände die selbst der Lawinenguru Munter nur von fernem betrachten würde. Heutzutage werden alpine Gefahrenräume entschärft, ohne das die Actionsüchtige in den Bergen aufgewachsen sind, oder die alpine Gefahr Schritt für Schritt verinnerlicht zu haben. Sicherer wird das ganze aber nicht.
Eigenverantwortung heisst das Zauberwort. Die Problematik und das tritt ganz bestimmt auch auf mich zu, Ist die Präsentation und die Suche der Bestätigung im Internet. Das Narzisstische Verhalten muss berücksichtigt und Analysiert werden. Wie viel Risiko geht man ein, Aufgrund um im Netz die Öffentlichkeit zu Schockieren und die Bestätigung zu bekommen das man ein “Krasser Siech” ist? Eine Entwicklung die besonders zu berücksichtigen gilt in der Zeit von Extremen Bildern / Filme im Netz. Alles wird schneller, Extremer und gefährlicher, aber auch Sicherer? Jedenfalls wird das in der Werbung so vermittelt, das mit dem richtigen Material jeder solche extremen Sachen machen kann.

aufstiegPiz Porchabelladeep freeridingSnowboardturn im Hoch-YbrigDrausen Zuhause

Beispiele Medialer Selbstüberschätzung:
Linda Fäh besteigt das Matterhorn
Everest-Oma
Geteert und gefedert
Bis an die Grenzen des Körpers: Extrem-Berglauf auf die Zugspitze

Ich plädiere für:

  • Freier Zugang zu den Bergen. Der alpine Raum muss allen Menschen frei zugänglich sein und bleiben. Verantwortungsvoller Bergsport bereichert die Bergwelt.
  • Präzision statt Regelungswut. Es gibt genügend Gesetze, um den Bergsport zu regeln. Diese sollten mit Augenmass und Sachverstand angewandt werden.
  • Die Eigenverantwortung stärken. Der Bergsport ist umso sicherer, je kompetenter die Bergsportler sind.
  • Den Wert von Risikobewusstsein anerkennen. Eine Gesellschaft gewinnt, wenn ihre Mitglieder den bewussten Umgang mit Risiken erlernen und beherrschen.
  • Einen angemessenen Risiko-Diskurs führen. Insbesondere die Medienschaffenden und die Touristiker sollten Risiken nicht überbewerten und/oder als Verkaufsargument in den Vordergrund stellen.

Was ich aber nicht machen werde, ist ein Disclaimer für meine Publizierten Bergtouren schreiben. Jeder sollte selber entscheiden mach er machen kann/will. Eigenverantwortung, Sondierung und Beurteilung der aktuellen Verhältnisse gehören bei jeder Tour dazu.

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